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So korrigieren Sie Ihre Fehsichtigkeit
Brille, Linsen und Augenchirurgie

Bereits in der Antike wusste man, dass Kurzsichtigkeit keine Krankheit, sondern eine Sehschwäche ist. Und wie zahlreiche archäologische Funde bezeugen, besassen die Römer bereits primitive Zwicker und Lupen. Im Laufe der Zeit haben sich die Mittel zur Korrektur von Sehschwächen weiterentwickelt und zu immer wirksameren und bequemeren Lösungen geführt.Vor ca. 50 Jahren tauchten die ersten Kontaktlinsen auf, und in Zukunft wird die refraktive Chirurgie zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Ein bildhafter Vergleich
Wieso wird diese Art von Chirurgie als refraktiv bezeichnet ? Wir nehmen Gegenstände durch Licht wahr, welches sie reflektieren, wenn sie beleuchtet werden. Das Auge wird oft mit einem Fotoapparat verglichen, der über einen Scharfeinstellungsmechanismus verfügt, welcher die Blendenöffnung (Pupille) je nach Lichtintensität kontrolliert,
und ein hochempfindliches Objektiv (Hornhaut und Linse) besitzt. Die Netzhaut ist vergleichbar mit dem Film, der sich zuhinterst in einer dunklen Kammer befindet, auf dem die Bilder der Umgebung abgebildet werden. Diese Bilder werden anschliessend durch den Sehnerv in Form von elektrischen Impulsen an das Gehirn weitergeleitet, wo sie in der Sehrinde wiederhergestellt werden, bevor sie ins Bewusstsein gelangen. Refraktionsanomalien wie Kurz und Weitsichtigkeit, Astigmatismus oder Altersweitsichtigkeit sind Funktionsstörungen der Optik des Fotoapparates, welche einen Schärfeverlust des auf der Netzhaut fokussierten Bildes verursachen. Mit der refraktiven Chirurgie können diese Störungen zum Teil behoben werden.

Drei Methoden führen zum Ziel

Bevor man sich für eine Operation entscheidet, ist die naheliegendste und auch häufigste Methode, diese Störung zu beheben, natürlich das Tragen einer Brille. Mit einer Brille können praktisch alle Refraktionsanomalien zufriedenstellend korrigiert werden. Bei starker Kurz- oder Weitsichtigkeit, die extrem dicker Gläser bedürfen, ist ihre Wirkung jedoch beschränkt. Zudem kann das Tragen einer Brille bei der Ausübung bestimmter Berufe oder Sportarten störend sein. Seit rund zwanzig Jahren erfreuen sich Kontaktlinsen ständig wachsender Beliebtheit. Sie werden anstelle einer Brille oder als Ergänzung zu dieser getragen. Nebst dem Tragkomfort bieten sie beispielsweise bei der Ausübung eines Ballsports auch eine grössere Bewegungsfreiheit und ermöglichen im Gegensatz zur Brille eine ästhetischere und oft auch effizientere Korrektur bei starker Kurzsichtigkeit. Die in den letzten Jahren entwickelten Multifokallinsen können in gewissen Fällen auch die Altersweitsichtigkeit korrigieren, wodurch auf eine Lesebrille verzichtet werden kann. In seltenen Fällen können jedoch Kontaktlinsen allergische Reaktionen hervorrufen oder bei Einnahme von Medikamenten zu Unverträglichkeiten führen. Die refraktive Chirurgie umfasst verschiedene mikrochirurgische Techniken, die in gewissen Fällen eine Alternative zum Tragen von Brillen oder Kontaktlinsen darstellen. Man schätzt, dass heute rund 15 bis 20 Prozent der Refraktionsanomalien mittels chirurgischem Eingriff korrigiert werden könnten.

Welcher chirurgische Eingriff eignet sich am besten?
Die in den Siebzigerjahren in der damaligen UdSSR vor allem infolge Brillenmangels weitverbreitete Technik des äusseren Hornhautschnitts zur Korrektur der Kurzsichtigkeit wurde später von Europa und den USA übernommen und zur radiären Keratotomie weiterentwickelt. Bis Mitte der Neunzigerjahre war dies die häufigste Methode zur Korrektur der Kurzsichtigkeit. Heute wird sie eher für gewisse myopische Astigmatismen eingesetzt. Die häufigste Methode zur Korrektur von Refraktionsanomalien ist heute die photoreaktive Keratektomie (PRK), die sog. Excimerlaser-Technik. Sie eignet sich insbesondere für leichte Fälle von Kurz- und Weitsichtigkeit (+4 bis –4 Dioptrien) mit oder ohne Astigmatismus. Nachdem die äusserste Schicht der Hornhaut mechanisch oder chemisch entfernt wurde, wird mit einem Excimerlaserstrahl die Krümmung der Hornhaut verändert. Der Eingriff erfolgt ambulant unter Lokalanästhesie. Da die Hornhaut teilweise entfernt wird, schmerzt das Auge während 36 bis 48 Stunden nach dem Eingriff. Das Sehvermögen, das bis zur Vernarbung des Hornhautepithels getrübt ist, klärt sich innert einiger Wochen sukzessive. Es kann jedoch vorkommen, dass eine vorübergehende stärkere Lichtempfindlichkeit, eine eingeschränkte Kontrasterkennung bei Dämmerlicht sowie das Wahrnehmen eines Lichthofs in der Nacht, ein sog. Halo, auftreten. Nach dem Eingriff sind während einer gewissen Zeit auch leichte Sehstörungen im Fernbereich möglich. Eine weitere denkbare Nebenwirkung ist ein postoperativer Astigmatismus, der jedoch spontan wieder verschwinden kann; es braucht oft nur etwas Geduld (bis zu einem Jahr nach dem Eingriff). In den ersten zwölf Monaten nach dem Eingriff kann es auch zu einer Verschlechterung des Resultats und zum Wiederauftauchen der Kurzsichtigkeit kommen. Oft wird diese Verschlechterung vom sogenannten Haze-Phänomen begleitet, einer Trübung der Hornhaut, die zu einer weiteren Verschlechterung führt. Die LASIK-Technik (Laser in situ keratomileusis) kombiniert die oben beschriebene Photoablation mittels Excimerlaser mit dem vorgängigen Anschnitt einer dünnen Schicht der vordersten Hornhautschicht, dem sog. Flap. Bei diesem Eingriff wird der Flap angeschnitten, zur Seite geklappt damit die Photoablation vorgenommen werden kann - und schliesslich wieder zurückgeklappt. Mit dieser Technik können Refraktionsanomalien, insbesondere stärkere Fälle von Kurzsichtigkeit als beim vorhergehend beschriebenem Eingriff, korrigiert werden (Weitsichtigkeit bis +6 und Kurzsichtigkeit bis – 10 Dioptrien).


 

Radiäre Keratotomie
 

Photoreaktive Keratektomie (PRK)



Intraokuläre Linse (IOL)
Intrakornealringe (ICRS)
*1. Katarakt: Trübung der Augenlinse,
     grauer Star
*2. Glaukom: erhöhter Augeninnendruck,      grüner Star
 
Eingriff ohne Laser
Bei starker Kurzsichtigkeit (über –10 Dioptrien) setzt man heute vermehrt auf additive chirurgische Techniken, bei denen eine intraokuläre Linse (IOL) implantiert wird. Je nach Fall wird diese vor der Iris, auf der Iris oder zwischen der Iris und der Linse fixiert. Der Eingriff erfolgt ambulant unter Lokalanästhesie. Er muss jedoch aufgrund der Risiken, mit denen alle intraokulären Eingriffe verbunden sind, in einem sterilen Umfeld durchgeführt werden. Diese Technik erlaubt eine rasche Wiederherstellung des Sehvermögens innert weniger Stunden nach dem Eingriff, und das Resultat ist oft spektakulär. Sie bietet zudem den Vorteil, dass der Eingriff im Fall eines unzufriedenstellenden Resultats rückgängig gemacht werden kann. Einziger Nachteil der Implantation einer intraokulären Linse: Es besteht das langfristige Risiko eines Katarakts*1, eines Glaukoms*2 oder einer Hornhauttrübung Bei extrem starker Kurzsichtigkeit
(-20 bis –30 Dioptrien) kann die PRK- oder die LASIKTechnik mit der IOL-Technik kombiniert werden. Man kann auch eine Ablation der Linse mit der Implantation einer intraokulären Zweitlinse kombinieren. Dieser Eingriff wird jedoch nur in Fällen extremer Kurzsichtigkeit vorgenommen, da der Verlust der Linse einen vollständigen Ausfall der Akkommodationsfähigkeit (Übergang von Nahsicht zu Fernsicht) zur Folge hat. Die Implantation von Intrakornealringen (ICRS) ist eine Alternative bei schwacher Kurzsichtigkeit (-1 bis –4 Dioptrien). Sie ermöglicht eine Veränderung der Hornhaut durch die Einführung von zwei Kunststoffringen ins Bindegewebe der Hornhaut. Ihr grosser Vorteil: Der Eingriff kann rückgängig gemacht werden. Bei den Lederhaut-Implantaten handelt es sich um eine Methode zur Korrektur der Weitsichtigkeit durch die Implantation von vier Kunststoffsegmenten in die Lederhaut des Auges. Diese noch sehr junge Technik, für die wir noch über keine grossen Erfahrungswerte verfügen, wirkt kurzfristig in 50 bis 70 Prozent der Fälle.


Pro und Kontra
ziehen. Und nicht zu vergessen: So gross die Fortschritte in diesem Bereich auch sind, ein Nullrisiko gibt es in der Chirurgie nie. Es gilt auch zu beachten, dass die Kosten solcher Eingriffe – bei der Lasertechnik zwischen 2000 und 4000 Franken pro Auge - in der Regel nicht von der Krankenkasse vergütet werden. Aber auch wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, darf man keine Wunder erwarten. Ein chirurgischer Eingriff macht das Tragen einer Brille im Alltag zwar in 90 Prozent der Fälle von schwacher bis mittlerer Kurzsichtigkeit (bis –6 Dioptrien) überflüssig, bei schwereren Fällen aber nur in 70 Prozent. Meist braucht man noch eine Brille – wenn auch mit weniger starken Gläsern -, um optimal zu sehen. Zudem benötigen die meisten Leute ab 40 eine Leserbrille. Die Optikerbranche befindet sich im Aufschwung und ist bestimmt noch für einige Überraschungen gut ! Angesichts ihrer Vor- und Nachteile sollten jedoch chirurgische Eingriffe Patienten vorbehalten bleiben, für die eine Brille und Kontaktlinsen keine befriedigende Lösung darstellen.
     

 
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Das erste VISILAB-Geschäft wurde 1988 in Genf eröffnet. Mit dem Konzept der „Brille in einer Stunde“ hat VISILAB vor 20 Jahren eine eigentliche Revolution im Schweizer Optikermarkt eingeläutet... Fortsetzung

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