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Der Prototyp- Ein wertvolles Instrument |
Zwischen dem Entwurf des Designers und dem im Geschäft ausgestellten Modell liegt der Prototyp, die erste Ausführung der Brille. Wissenswertes zu dieser zentralen Phase des Schöpfungsprozesses.
Bei den meisten Brillenherstellern stehen die Designer im Zentrum des Entwicklungsprozesses. Sie lassen sich von den neusten Trends und dem Lifestyle inspirieren und kreieren verschiedene Modelle, von denen schliesslich nur einige wenige realisiert werden.
Die grösste Herausforderung für den Designer liegt in der Vereinbarkeit seiner Kreativität mit den technischen Gegebenheiten. Seit ein paar Jahren folgen die Brillenkollektionen dem Rhythmus der Mode. So werden die Neuheiten genau wie in der Kleidermode zweimal im Jahr an den Messen präsentiert. Der Lebenszyklus der Optikprodukte verkürzt sich und parallel dazu die Zeit, die in die Entwicklungsphase investiert wird. Eine Tatsache, die viele Designer frustriert, da sie grossem Druck ausgesetzt sind zwischen der Produktentwicklung, die mehrere Monate dauern kann, und der Wahl der Modelle, die möglichst früh erfolgen sollte, um eine rasche Produktion zu gewährleisten und der Nachfrage der Geschäfte nachzukommen.
Von der Papierskizze geht das Projekt in die Konzeptionsphase, wo mittels CAD (Computer Aided Design) zwei- und dreidimensionale Ansichten entstehen. Die Daten werden anschliessend an den Hersteller übermittelt, der einen ersten, dem Design entsprechenden Prototyp erstellt. Danach werden weitere Prototypen erstellt, die sich an den technischen Aspekten orientieren.
Für den Designer oder Brillenhersteller ist der Prototyp die erste materielle Darstellung eines in seiner Fantasie geborenen und zu Papier gebrachten Objekts. Ein Prototyp ist zwar noch weit entfernt vom definitiven Modell, stellt aber eine unumgängliche Phase im Entwicklungsprozess dar. Er ist ein wichtiges Instrument auf dem Weg zur Serienproduktion, da er der funktionellen Überprüfung des Projekts dient. Ein Prototyp muss dementsprechend noch genügend Spielraum für Verbesserungen aufweisen.
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Flexible Sonnenbrille von Kosin Voravettayagon
(Japan): Finalist Junge Künstler
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Sen von Damien Robache und Eric Blondin:
Spezialpreis Junge Künstler |
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Der definitive Prototyp liefert dem Fabrikanten sämtliche Informationen, die er für die Herstellung eines an den Optikmessen präsentierten Musters benötigt.
Die meisten Brillenfabrikanten vertrauen die Kreation und Entwicklung einer einzigen Person an, nämlich dem Designer, der somit eine absolut zentrale Rolle spielt. So hat sich vor rund 10 Jahren der bekannte zeitgenössische Designer Philippe Starck mit dem Createur Alain Mikli zusammen getan und die Starck-Eyes-Brillen ins Leben gerufen, die vom Menschen inspiriert sind und seinem Wohlbefinden dienen. Diese Brillen verdanken ihren einzigartigen Komfort dem «Biovicule», einem biomechanischen Gelenk, das wie ein winziges Schlüsselbein geformt ist.
Andere Brillenfabrikanten setzen bei der Entwicklung auf Teamwork. Der Direktor gibt für die kommende Saison jeweils die Ausrichtung, das Thema und die Modellnamen vor. Anschliessend findet eine Zusammenarbeit zwischen Designern, Grafikern und Merchandisingspezialisten statt, die Ideen ausarbeiten und dabei die Machbarkeit und Kundenbedürfnisse bis zum Endresultat berücksichtigen. Alle sind somit in den Entwicklungsprozess einbezogen. Ein solcher Ideenaustausch verhindert Projekte, die zu keinem Resultat führen, weil es versäumt wurde, die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt zu konsultieren. Dieses Teamwork ermöglicht die Entstehung einer Vielfalt neuer Modelle.
Die Entwicklungsprozesse können sich stark voneinander unterscheiden, je nachdem, ob der Designer über ein eigenes Entwicklungslabor verfügt oder mit einem externen Hersteller zusammenarbeitet. Doch wie auch immer, es gibt vier unerlässliche Phasen: die Skizzen und Pläne, die zwei- und dreidimensionalen Modelle, die Prototypen und die Muster. Erst nach diesen vier Phasen entstehen die neuen Modelle, die Sie jeweils im Frühling und im Herbst verzaubern. |
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