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Visilab in Senegal
Danke für Ihre Brille!
Visilab in Senegal

Dank Ihrer Mithilfe konnten zwei Visilab-Optiker im April mit 1200 Brillen im Gepäck für die Ärmsten nach Senegal reisen. Eine eindrückliche Erfahrung, wie die Berichte der beiden Augenoptiker zeigen.

 

Auch nach ihrer Rückkehr in ihr Geschäft in Genf und im Glattzentrum denken Lucie Faillot und Roland Marthaler noch oft an ihre Reise nach Senegal zurück. Während vier Tagen untersuchten die beiden diplomierten Optiker die Augen dutzender Frauen, Männer und Kinder, bevor sie ihnen eine der Korrekturbrillen aushändigten, die von unseren Kundinnen und Kunden im Rahmen unserer Brillen-Rückkaufaktion – Ihre alte Brille kann noch jemandem nützlich sein – vom letzten Frühling zurückgebracht worden waren.

Wegen des isländischen Vulkanausbruchs, der noch weltweit für Schlagzeilen sorgen sollte, landeten Lucie Faillot und Roland Marthaler drei Tage später als geplant mit 200 kg Gepäck in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Der erste Eindruck war ernüchternd: extreme Hitze, Feuchtigkeit und Armut, wo man hinschaut.

«Gleich nach unserer Ankunft machten wir uns auf den Weg nach M’Bodiène, einem kleinen Bauerndorf einige Kilometer südlich von Dakar. Dort nahmen wir den Refraktometer und den Scheitelbrechwertmesser in Empfang – zwei vor unserer Ankunft eingetroffene, von Visilab offerierte Messgeräte. Nach deren Installation im Ambulatorium verbrachten wir einen Grossteil des Abends mit dem Sortieren der mitgebrachten Brillen», erzählt Lucie Faillot. «In den beiden folgenden Tagen machten wir rund vierzig Sehtests bei Frauen, Männern und Kindern unterschiedlichen Alters. Drei Viertel der Leute besassen gar keine Brille und die übrigen lediglich eine mit Gläsern, die nicht ihrer Sehkorrektur entsprachen.»

Improvisation war gefragt
In diesem ungewohnten Arbeitsumfeld mussten die beiden Optiker erfinderisch sein. Sowohl in technischer Hinsicht – beispielsweise bei der Lösung der Kompatibilitätsprobleme infolge unterschiedlicher elektrischer Stecker oder angesichts der häufigen Stromausfälle, die sie am Arbeiten hinderten –, als auch bei der Verständigung mit den grösstenteils nur Wolof sprechenden Patienten. Flexibilität war auch bei den sonst eingespielten Arbeitsabläufen gefragt. Um sicherzustellen, dass die Gläserkorrektur stimmt, bittet man die Patienten in der Schweiz in der Regel, einige Zeilen zu lesen. Aber was, wenn die meisten Patienten Analphabeten sind? «Obwohl wir viel improvisieren mussten, fanden wir immer eine Lösung und konnten gute Arbeit leisten», freut sich Roland Marthaler.

Die Untersuchungen ergaben auch zahlreiche schwere, meist durch die Sonne bedingte Krankheiten. Die beiden Optikfachleute berichten: «Die Hälfte der Patienten hatte ein schwerwiegendes Problem, das eine Behandlung erforderte. Eine Seltenheit in der Schweiz, da bei derartigen Problemen schon viel früher eingegriffen wird. Im Gegensatz zu hier, wo die Mittel dazu fehlen. Vom Emotionalen her war es sehr schwierig für uns – man fühlt sich so hilflos. Plötzlich wird einem bewusst, wie glücklich man sich in der Schweiz über die Behandlungsmethoden schätzen kann.»

Am dritten Tag reisten die Optikerin und der Optiker mit dem gesamten Material in die Künstlerkolonie Village des Arts am Stadtrand von Dakar, wo sie erneut Sehtests durchführten und Brillen verteilten. Am darauffolgenden Tag führte die Reise auf die Insel Ngor. Und da wurden sie von einem der Messinstrumente im Stich gelassen – vermutlich ein Opfer von Feuchtigkeit und Hitze... Die beiden Optiker konnten ihre Arbeit zwar fortsetzen, mussten sich aber auf die Nahsichtprobleme beschränken.

Eine einmalige Erfahrung

Bilanz der vier Tage: mehrere hundert kontrollierte Augen und rund 250 ausgehändigte Brillen. Die nicht verteilten Brillen blieben in Senegal – für eine nächste Sehtestserie.

«Trotz der nicht optimalen Bedingungen war der Einsatz ein Erfolg. Wir wussten nicht, was uns erwartete. Beim nächsten Mal müssen wir den Fokus aber vermehrt auch auf Kinder- und Sonnenbrillen richten, für die eine grosse Nachfrage besteht. Die Menschen hier leiden unter der dauernden Sonneneinstrahlung, was insbesondere zu zahlreichen Fällen von vorzeitigem grauen Star führt. Zudem müssen wir das nächste Mal auch eine Sehtafel und Probegläser mitbringen, um auch ohne Strom arbeiten zu können.» Und Roland Marthaler ergänzt: «Warum nicht direkt vor Ort ein Labor einrichten? Das ist nicht sehr kompliziert und würde uns die Arbeit wesentlich erleichtern.» 

Die beiden Optiker sind sich einig: Auch in menschlicher Hinsicht war die Erfahrung einmalig. «Bereits mit einem Sehtest und einer Brille kann man vielen Menschen helfen. Ihre Dankbarkeit und ihre Freude haben uns sehr berührt. Es war aber auch traurig und frustrierend festzustellen, wie viel Elend es hier gibt und wie viele kranke Menschen, die mangels Geld, Ärzten und Spitälern nicht behandelt werden können», betont Lucie Faillot.

Auch für Roland Marthaler war die Erfahrung in Senegal sehr intensiv, und die Bilder in seinem Kopf sind noch sehr präsent. «Der Fall einer Frau, die eine mehrstündige Fahrt mit dem Buschtaxi bis zum Ambulatorium hinter sich hatte, hat mich stark berührt. Nachdem sie die erhaltene Brille aufgesetzt hatte, versprach sie mir, mich in Zukunft in ihre Gebete einzuschliessen. Ich hatte ja nicht viel getan, aber ihre Dankbarkeit war riesig. Noch lange erinnern werde ich mich auch an ein taubstummes Mädchen: Die einzige Möglichkeit festzustellen, ob sie mit der Brille besser sehen konnte, bestand darin, sie beim Gehen zu beobachten.» In Erinnerung bleiben werden ihm auch die Schweisser, die bei der Arbeit keinerlei Augenschutz trugen und für die er ein behelfsmässiges System mit Hilfe von Sonnenbrillen bastelte. «Man braucht nicht die gleiche Sprache zu sprechen, um ihre Dankbarkeit zu verstehen. Auch wenn die Korrektur zuweilen nicht hundertprozentig war, liess sich doch ihre Freude in ihren Gesichtern erkennen. Kurz vor unserer Abreise überreichte uns das Personal des Ambulatoriums eine Statue, und die Künstler schenkten uns ein wunderschönes Bild. Es war sehr berührend.»

Visilab engagiert sich auch in Zukunft

Ein gutes Geschäft mit einer guten Tat verbinden: Das ermöglichten die Visilab-Geschäfte, indem sie Ihre alten Brillen bis Ende Mai beim Kauf einer neuen Korrekturbrille ab Fr. 100.- für Fr. 100.- zurückkauften.

Diese grossangelegte Aktion, die in allen Visilab-Geschäften mit einem wirtschaftlichen, ökologischen und humanitären Ziel durchgeführt wurde, ist nun beendet. Sie war ein grosser Erfolg, und Visilab dankt allen Teilnehmenden ganz herzlich. Die Nachfrage nach gebrauchten Brillen ist in manchen Ländern derart gross, dass wir demnächst wieder eine solche Aktion planen.

September 2010

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Ein humanitäres Engagement von Visilab

Die Hauptattraktion des Jahres ist unsere grosse Brillen-Rückkauf-Aktion: Beim Kauf einer Korrekturbrille kauft Visilab Ihre alte Brille für Fr. 100.– zurück. Dieses neuartige Projekt ist ein wirtschaftliches, ökologisches und humanitäres Engagement. Wirtschaftlich, denn Sie sparen Fr. 100.– beim Kauf einer Korrekturbrille ab Fr. 100.–. Ökologisch, weil Visilab Ihre alte Brille zurücknimmt anstatt sie wegzuwerfen. Und humanitär, da Visilab die nicht mehr gebrauchten Brillen Wohltätigkeitsorganisationen wie Brillen ohne Grenzen (Lunettes sans frontière) spendet, die sie Menschen in armen Ländern zugute kommen lassen. Als verantwortungsbewusstes Schweizer Unternehmen leisten wir einen kleinen Beitrag, indem wir solche Organisationen unterstützen und zählen dabei auf Ihre Hilfe, damit diese Aktion ein voller Erfolg wird.

Bringen Sie jetzt Ihre alte Brille vorbei! Profitieren Sie von Fr. 100.– für deren Rückkauf beim Kauf einer neuen Korrekturbrille und beteiligen Sie sich so an der von Visilab schweizweit organisierten Solidaritäts-Aktion.

Daniel Mori
Präsident


Februar 2010

Bernhard Russi
Visilab-Botschafter Bernhard Russi und Visilab-Präsident Daniel Mori unterstützen das Hilfswerk Brillen ohne Grenzen.

Das Hilfswerk Brillen ohne Grenzen (Lunettes sans frontière) sammelt Brillen für Menschen mit einer Sehschwäche in Entwicklungsländern. Zu dessen Unterstützung startet Visilab eine grosse Aktion: Beim Kauf einer neuen Korrekturbrille kauft Visilab Ihre alte für 100 Franken zurück und spendet diese Brille an Brillen ohne Grenzen.

Die Geschichte von Brillen ohne Grenzen beginnt 1974, als Pater François-Marie Meyer aus dem Kapuzinerkloster in Hirsingen (Elsass) mit 20 Kilo Medikamenten nach Obervolta – dem heutigen Burkina Faso – aufbricht. Er packt noch einige Brillen ein, in der Annahme, dass diese bestimmt jemandem nützlich sein könnten. Und er lag richtig damit. In dieser Region Afrikas kostet eine Brille 6 bis 8 Monatslöhne. Pro Million Einwohner gibt es einen Augenarzt, und der nächste Optiker kann schon mal 1000 Kilometer weit weg sein! Die Nachfrage übersteigt also das Angebot bei weitem... In der Schweiz hingegen liegen viele Brillen nutzlos irgendwo in einer Schublade oder werden ganz einfach weggeworfen. Aus diesem Grund entwickelte Pater François-Marie Meyer eine Solidaritätskette, die nach eigenen Worten bald schon ein ungeahntes Ausmass annahm.
Heute beschäftigt Brillen ohne Grenzen rund 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die die gesammelten Brillen sortieren. Jedes Glas wird mit Hilfe eines Scheitelbrechwertmessers ausgemessen. Anschliessend werden die Brillen mit einem Etui versehen und in Kartons à 46 Stück mit der jeweils gleichen Dioptrie verpackt. Jede Woche verlassen 60 bis 80 Kartons Hirsingen und werden an die Verantwortlichen in Spitälern, Augenambulatorien und Missionen in Afrika, Lateinamerika, Asien und Osteuropa geschickt. Dort werden sie den bedürftigen Personen nach Durchführung eines Sehtests abgegeben.

Das Hilfswerk Brillen ohne Grenzen funktioniert ausschliesslich dank Freiwilligenarbeit und Spenden. Zu dessen Unterstützung startet Visilab in sämtlichen Geschäften eine grosse Aktion: Beim Kauf einer Korrekturbrille ab 100 Franken kauft Visilab Ihre alte für 100 Franken zurück und spendet diese Brille an Brillen ohne Grenzen.
Entspricht Ihre alte Brille nicht mehr Ihrem Sehvermögen oder ist sie aus der Mode geraten, aber noch in gutem Zustand? Dann werfen Sie sie auf keinen Fall weg! In Afrika, Asien und Lateinamerika gibt es unzählige Leute, die schlecht sehen, weil sie sich keine Brille gegen Kurzsichtigkeit, Alterssichtigkeit oder Hornhautverkrümmung leisten können. Dank Ihrer Hilfe und der Unterstützung von Visilab erhalten viele von ihnen wieder ein besseres Sehvermögen und somit einen deutlich besseren Lebenskomfort.
     
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Das erste VISILAB-Geschäft wurde 1988 in Genf eröffnet. Mit dem Konzept der „Brille in einer Stunde“ hat VISILAB vor 20 Jahren eine eigentliche Revolution im Schweizer Optikermarkt eingeläutet... Fortsetzung

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