Wie Tiere die Welt sehen

Wie Tiere die Welt sehen
Wie Tiere die Welt sehen
Unterhaltung

Wie sehen Ihre Hunde und Katzen? Eines ist sicher: anders als Sie!

Wie sieht die Welt durch die Augen Ihres Haustieres aus? Heute weiss man, dass sich das Sehvermögen unserer tierischen Begleiter nicht auf das Schwarz-Weiss-Sehen beschränkt, wie man lange angenommen hatte. Bekannt ist auch, dass manche Tierarten Farben erkennen können, deren Wahrnehmung aber stark von der unseren abweicht.

Woher weiss man das? Durch die biologische Analyse der tierischen Netzhaut. Je nach den vorhandenen Zellen können die Wissenschaftler bestimmen, welche Wellenlänge das Tier wahrnehmen kann. Die meisten Säugetiere sehen keine Farben, oder nur sehr rudimentär; ihre Netzhaut besteht hauptsächlich aus lichtempfindlichen Stäbchenzellen. Diese Stäbchenzellen enthalten allerdings alle das gleiche Pigment, das maximal Wellenlängen zwischen Grün und Blau absorbieren kann.

Das Sehvermögen des Hundes

Hunde können Farben unterscheiden, sehen sie aber matter als wir. Eine Ausnahme bildet die Farbe Rot, die Hunde als Grün oder Blau wahrnehmen. Je nach Rasse sind Hunde mehr oder weniger kurzsichtig: Sie können gut erkennen, was sich direkt vor ihrer Schnauze befindet, aber alles, was mehr als 5 Meter entfernt ist, verschwimmt. Ihre Bewegungswahrnehmung ist hingegen besser als die des Menschen. Sie nehmen 50 Bilder pro Sekunde wahr, wir dagegen nur 20. Aus diesem Grund wird ein Hund von allem angezogen, was sich bewegt. Sein Gesichtsfeld ist grösser als unseres (240° gegenüber 180°), seine Tiefenwahrnehmung ist ziemlich gut, nur Distanzen kann er nicht präzise einschätzen. Im Dunkeln sieht er dafür besser als wir.

Die Welt durch die Augen einer Katze

Die Welt durch die Augen einer Katze

Katzen können Farben nur schlecht erkennen. Wie farbenfehlsichtige Menschen können Sie Rot und Grün nicht unterscheiden. Zudem sind sie stark kurzsichtig. Sie sehen fünfmal schlechter als der Mensch: Ab einer Entfernung von 75 cm können sie keine Details mehr erkennen und sehen alles verschwommen. Ihre Stärken sind eine Netzhaut mit sehr vielen Stäbchenzellen und eine Art reflektierender Spiegel, der ihnen eine hervorragende Nachtsichtfähigkeit beschert. Sie besitzen zudem ein Gesichtsfeld von ca. 260°, eine sehr gute Bewegungswahrnehmung sowie eine ausgezeichnete Tiefenwahrnehmung, was ihr Jagdgeschick erklärt.

 

Fische

Bei den Fischen gilt das Sehvermögen der Goldfische als das am besten untersuchte. So weiss man, dass in ihren Augen vier farbempfindliche Zapfentypen sitzen, mit denen sie Rot, Grün, Blau und ultraviolettes Licht wahrnehmen. Manche Goldfische können sogar darauf dressiert werden, auf Lichtsignale in unterschiedlichen Farben zu reagieren.

 

Vögel

Die Sehkraft des Adlers ist auf die Erkennung von Beute bei Tag und aus grosser Entfernung angepasst. Seine Netzhaut muss ein sehr präzises Bild eines weit entfernten Objekts wiedergeben können. Sein Augapfel ist relativ gross und seine Netzhaut enthält mehr Zapfen als Stäbchenzellen. Dadurch hat der Adler bei Tag ein exzellentes Sehvermögen, er nimmt Dinge schnell und leicht wahr. Doch sobald sich die Lichtverhältnisse verschlechtern, lässt seine Sehkraft rapide nach: Er kann daher nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf die Jagd gehen. 
Die Sehkraft des Adlers

Insekten

Insekten besitzen im Grunde zwei Arten von Lichtsinnesorganen: die Ocellen (auch Punktaugen genannt), mit denen sie die Helligkeit erfassen können, und die Facettenaugen (oder Komplexaugen), die aus sehr vielen Einzelaugen bestehen (bis zu 8000 bei der Biene). Aus den von den Einzelaugen gelieferten einzelnen Bildpunkten setzt das Nervenzentrum des Insekts dann ein Gesamtbild zusammen. Das Facettenauge einer Biene überträgt 200 Bilder pro Sekunde, während das menschliche Auge etwa 24 Bilder pro Sekunde an das Gehirn sendet. Die Empfindlichkeit der Facettenaugen variiert je nach Tierart.

Blumen und Insekten

Dieselbe Blume von Menschen und von einer Biene gesehen. Bienen nehmen die Wellenlängen von Rot nicht wahr, erkennen jedoch die Wellenlänge von Ultraviolett, das unserem Auge entgeht.

Wie sehen Ihre Hunde und Katzen? Eines ist sicher: anders als Sie!

Wie sieht die Welt durch die Augen Ihres Haustieres aus? Heute weiss man, dass sich das Sehvermögen unserer tierischen Begleiter nicht auf das Schwarz-Weiss-Sehen beschränkt, wie man lange angenommen hatte. Bekannt ist auch, dass manche Tierarten Farben erkennen können, deren Wahrnehmung aber stark von der unseren abweicht.

Woher weiss man das? Durch die biologische Analyse der tierischen Netzhaut. Je nach den vorhandenen Zellen können die Wissenschaftler bestimmen, welche Wellenlänge das Tier wahrnehmen kann. Die meisten Säugetiere sehen keine Farben, oder nur sehr rudimentär; ihre Netzhaut besteht hauptsächlich aus lichtempfindlichen Stäbchenzellen. Diese Stäbchenzellen enthalten allerdings alle das gleiche Pigment, das maximal Wellenlängen zwischen Grün und Blau absorbieren kann.

Das Sehvermögen des Hundes

Hunde können Farben unterscheiden, sehen sie aber matter als wir. Eine Ausnahme bildet die Farbe Rot, die Hunde als Grün oder Blau wahrnehmen. Je nach Rasse sind Hunde mehr oder weniger kurzsichtig: Sie können gut erkennen, was sich direkt vor ihrer Schnauze befindet, aber alles, was mehr als 5 Meter entfernt ist, verschwimmt. Ihre Bewegungswahrnehmung ist hingegen besser als die des Menschen. Sie nehmen 50 Bilder pro Sekunde wahr, wir dagegen nur 20. Aus diesem Grund wird ein Hund von allem angezogen, was sich bewegt. Sein Gesichtsfeld ist grösser als unseres (240° gegenüber 180°), seine Tiefenwahrnehmung ist ziemlich gut, nur Distanzen kann er nicht präzise einschätzen. Im Dunkeln sieht er dafür besser als wir.

Die Welt durch die Augen einer Katze

Die Welt durch die Augen einer Katze

Katzen können Farben nur schlecht erkennen. Wie farbenfehlsichtige Menschen können Sie Rot und Grün nicht unterscheiden. Zudem sind sie stark kurzsichtig. Sie sehen fünfmal schlechter als der Mensch: Ab einer Entfernung von 75 cm können sie keine Details mehr erkennen und sehen alles verschwommen. Ihre Stärken sind eine Netzhaut mit sehr vielen Stäbchenzellen und eine Art reflektierender Spiegel, der ihnen eine hervorragende Nachtsichtfähigkeit beschert. Sie besitzen zudem ein Gesichtsfeld von ca. 260°, eine sehr gute Bewegungswahrnehmung sowie eine ausgezeichnete Tiefenwahrnehmung, was ihr Jagdgeschick erklärt.

Fische

Bei den Fischen gilt das Sehvermögen der Goldfische als das am besten untersuchte. So weiss man, dass in ihren Augen vier farbempfindliche Zapfentypen sitzen, mit denen sie Rot, Grün, Blau und ultraviolettes Licht wahrnehmen. Manche Goldfische können sogar darauf dressiert werden, auf Lichtsignale in unterschiedlichen Farben zu reagieren.

Sehkraft des Adlers

Vögel

Die Sehkraft des Adlers ist auf die Erkennung von Beute bei Tag und aus grosser Entfernung angepasst. Seine Netzhaut muss ein sehr präzises Bild eines weit entfernten Objekts wiedergeben können. Sein Augapfel ist relativ gross und seine Netzhaut enthält mehr Zapfen als Stäbchenzellen. Dadurch hat der Adler bei Tag ein exzellentes Sehvermögen, er nimmt Dinge schnell und leicht wahr. Doch sobald sich die Lichtverhältnisse verschlechtern, lässt seine Sehkraft rapide nach: Er kann daher nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf die Jagd gehen.

Insekten

Insekten besitzen im Grunde zwei Arten von Lichtsinnesorganen: die Ocellen (auch Punktaugen genannt), mit denen sie die Helligkeit erfassen können, und die Facettenaugen (oder Komplexaugen), die aus sehr vielen Einzelaugen bestehen (bis zu 8000 bei der Biene). Aus den von den Einzelaugen gelieferten einzelnen Bildpunkten setzt das Nervenzentrum des Insekts dann ein Gesamtbild zusammen. Das Facettenauge einer Biene überträgt 200 Bilder pro Sekunde, während das menschliche Auge etwa 24 Bilder pro Sekunde an das Gehirn sendet. Die Empfindlichkeit der Facettenaugen variiert je nach Tierart.

Blumen und Insekten

Dieselbe Blume von Menschen und von einer Biene gesehen. Bienen nehmen die Wellenlängen von Rot nicht wahr, erkennen jedoch die Wellenlänge von Ultraviolett, das unserem Auge entgeht.

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